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Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein e.V.

Gravierende Folgen des Krieges in der Ukraine für die hamburgische und schleswig-holsteinische Bauindustrie

Erhebliche Preissteigerungen und drohende Lieferengpässe belasten Bautätigkeit

Baustopps und Kurzarbeit drohen

Die Auswirkungen des von Russland geführten Krieges gegen die Ukraine treffen auch die Hamburger und Schleswig-Holsteinischen Bauunternehmen empfindlich.  Gravierende Materialpreissteigerungen und drohende Lieferschwierigkeiten sind die Folge.

„Die Lage in der Bauwirtschaft verschärft sich immer weiter. Eine aktuelle Verbandsumfrage hat ergeben, dass fast jedes unserer Mitgliedsunternehmen direkt oder indirekt von den Folgen des Krieges in der Ukraine betroffen ist.  Die Materialpreise steigen täglich, teilweise im Stundentakt. Allerdings sind die Preissteigerungen nicht nur Anzeichen von Materialknappheit, sondern auch die Angst vor drohenden Lieferausfällen. Inwieweit und vor allem wann es zu angebotsseitigen Materialengpässen kommen wird, lässt sich aktuell noch nicht beurteilen. Die Gefahr ist aber sehr reell. Auch Baustopps drohen. Für die Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, Liefertermine für Baumaterialien zu bekommen. Zudem stellen rund 40 Prozent der Auftraggeber bereits Projekte zurück, 30 Prozent der Auftraggeber stornieren sogar Projekte“, so Frerich Ibelings, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein.

Besonders betroffene Bauproduktegruppen sind erdölbasierte Stoffe wie Bitumen als wichtiger Bestandteil von Asphalt für den Straßenbau, Stahl und Aluminium, welche zu großen Teilen aus Russland und der Ukraine bezogen werden. Auch beim Holz sind extreme Preisanstiege zu verzeichnen. Die Bauunternehmen leiden zudem massiv unter den steigenden Energie- und Treibstoffpreisen, vor allem beim Dieselkraftstoff. Die daraus resultierenden erhöhten Transport- und Baumaschinenkosten sind eine zusätzliche Belastung für die Bauwirtschaft.

„In laufenden Verträgen ist es für die Bauunternehmen kaum möglich, diese Preissteigerungen weiterzureichen, was zu großen wirtschaftlichen Risiken führt. Für neue Projekte kann es sogar dazu führen, dass gar keine Angebote mehr abgeben werden. Die gegenwärtige Situation erfordert daher partnerschaftliche Lösungen zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern, um die Risiken fair zu verteilen. Wir brauchen Regeln auf Landes- und kommunaler Ebene, die es unseren Baufirmen erlauben, Preissteigerungen auch an die Auftraggeber weitergeben zu können. Der Bund hat in der vergangenen Woche reagiert und mit einem Erlass bereits entsprechende Preisgleitklauseln für Bundesbauprojekte geschaffen,“ so Ibelings.

Der Bauindustrieverband begrüßt das Entgegenkommen der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg, die den Bundeserlass bereits übernommen hat. Nun hat auch das Land Schleswig-Holstein mit einem Erlass des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus vom 29.03.2022 nachgezogen. Weitere oberste Landesbehörden sowie der kommunale Bereich in Schleswig-Holstein haben noch keine entsprechenden Regelungen getroffen.

„Die aktuelle Situation ist absurd, noch vor paar Wochen hat die Branche um Arbeitskräfte geworben, nun müssen sich die Bauunternehmen auf Kurzarbeit einstellen. Die Gefahr ist groß, dass der Konjunkturmotor Bauwirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen wird und die baupolitischen Ziele nicht mehr erreicht werden können,“ mahnt Ibelings.

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